Prozesssäure-Dekont mittels
A-S-E
Aktivitäts-Stoffmengen-Entkopplung
Separation radioaktiver Nuklide aus hochkonzentrierter Prozesssäure zur radiologischen Entlastung und konventionellen Entsorgung
Durch das hier beschriebene Verfahren wird die während des Dekontaminationsprozesses anfallende kontaminierte, hochkonzentrierte Phosphorsäure gezielt von den entsorgungsrelevanten Radionukliden abgereichert. Dadurch kann die verbleibende Hauptkomponente – eine eisenhaltige Phosphorsäure mit einer Restkonzentration von etwa 30 % H₃PO₄ und Eisengehalten bis etwa 100 g Fe/L – einem konventionellen Verwertungs- bzw. Behandlungsweg zugeführt werden.
Bilanzierte Reduzierung der Radwaste-Menge:
bis zu 97 %
Die Aktivitäts-Stoffmengen-Entkopplung (ASE) trennt entsorgungsrelevante Radionuklide gezielt aus verbrauchten phosphorsauren Dekontaminations- und Elektropolierprozesssäuren ab, bevor deren Endkonditionierung erfolgt. Dadurch wird die radioaktive Endabfallmenge erheblich reduziert und die Wirtschaftlichkeit der nachfolgenden Konditionierung deutlich verbessert.
Durch diese vergleichsweise einfache und wirksame Ergänzung wird das hocheffiziente Elektropolier-Dekontverfahren sowohl technisch als auch wirtschaftlich weiter aufgewertet. Gegenüber materialabtragenden Abrasivverfahren eröffnet sich insbesondere dort ein erheblicher Vorteil, wo die Minimierung radioaktiver Sekundärabfälle und der damit verbundenen Konditionierungsaufwendungen im Vordergrund stehen.