FTU-KIT
Thematik aktuell
Radioaktivität im Rückbau
woher — wohin — wie weg?
Der Themenkomplex beleuchtet die Entstehung und den Umgang mit den Kontaminanten, die beim Rückbau von Kernkraftwerken entfertn und separiert werden müssen. Im Fokus stehen Aktivierungsprodukte, Kernbrennstoff und Spaltprodukte, deren Entstehung und Eigenschaften eingehend erörtert werden.
Während des jahrzehntelangen Leistungsbetriebs in den Kernkraftwerken wurden diese Kontaminanten mobilisiert und in die Wasserdampfkreisläufe eingetragen, wo sie sich ablagerten. Die spezifischen Eigenschaften der Kontaminanten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Art und „Güte” der radioaktiven Ablagerungen.
Beim Rückbau müssen nun diese Ablagerungen entfernt werden. Dies geschieht durch verschiedene Dekontaminationsverfahren, die sich etabliert haben. Sie werden vorgestellt und miteinander verglichen. Darüber hinaus werden alternative und ergänzende Verfahren diskutiert, die vielversprechende Lösungen bieten könnten.
Wichtige Aspekte wie die zu entfernenden Massen, die Kosten und die Arbeitssicherheit werden dabei berücksichtigt, um wirtschaftliche und effiziente Lösungswege aufzuzeigen.
Laserablation als Dekontverfahren
Im Rahmes des Schulungsblocks "Radioaktivität: Woher? • Wohin? • Wie weg?" (8-h-Unterrichtseinheit, im Rahmen von StrlSch-Fachkunde-Seminaren bei FTU-KIT) wird hier in kurzem Überflug auf das Thema "Laser-Ablation als Dekontverfahren beim kerntechnischen Rückbau" eingegangen.
Sekundär-Waste: Verfahrensspezifische Massen
Verglichen werden die Dekontaminationsmethoden:
- Elektropolieren (galvanischer Abtrag)
- Abrasion (Abtrag mit Schleifmitteln)
- Laser-Ablation (Abtrag durch Oberflächenverdampfen)
Die Methoden erzeugen prozessbedingt verschiedenartige sekundäre Abfälle und Abfallmengen, die alle als radioaktiv eingestuft werden müssen. Die Unterschiede werden hier in einem kurzen Überflug zusammengefasst.
Entsorgungskosten Sekundär-Waste
Vergleich der Entsorgungskosten der zuvor beschriebenen Sekundärabfälle aus unterschiedlichen Dekontaminationsverfahren:
- Elektropolieren (galvanischer Abtrag)
- Abrasion (Abtrag mit Schleifmitteln)
- Laser-Ablation (Abtrag durch Oberflächenverdampfen)
Zusätzlich wird die Entwicklung der Entsorgungskosten über die letzten fünf Jahrzehnte betrachtet. Aus dem Vergleich wird das mögliche Einsparpotenzial abgeleitet und aufgezeigt, in welchem Umfang sich die für den Rückbau vorgesehenen finanziellen Rücklagen innerhalb des bis in die 2040er-Jahre reichenden Planungshorizonts optimieren lassen. Die wesentlichen Aspekte werden hier in einem kurzen Überblick zusammengefasst.